Meine Bartagamen


 Forum - Kategorien
 Bartiforum
 

 SUCHE:
 

Hintergrundmusik:
Kein Flash installiert

Besucherzähler


»»Paulchen-W Schwanger

 

 

Hier werde ich Euch einige Tip' s geben zur Schwangerschaft eines Bartimädels:

 

 


 

 

Trächtigkeit:

 

Die Trächtigkeit ist die Zeit, in der sich die befruchteten Eier im Weibchen entwickeln.Während dieser Zeit benötigt es eine qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche Diät, mit viel grünem, kalziumreichem Gemüse.

Ein Kalziumergänzungsmittel sollte dem Futter nun dreimal die Woche zugefügt werden.

Ich persönlich gebe meiner Bartidame Sepiaschale, diese mit einem Messer abkratzen ( VORSICHT : keine spitzen Kanten!!!!!!!!!!!), sodass ich nur noch das Pulver übrig habe, welches ich mit Wasser vermische und ihr mit einer Pipette in den Mund träufele.Ausserdem gebe ich ihr Korvimin ZVT Reptil, dieses Präparat enthält alle Wichtigen Dinge für eine Bartagame.

Mit Zunahme seines Körperumfanges wird das Weibchen weniger fressen.Es ist fast so, als sei kein Platz mehr für Futter.Bietet euerer Bartidame dennoch weiterhin ihr Lieblingsfutter an und achtet darauf, dass immer Wasser vorhanden ist und dass sie nicht dehydriert!

Achtet darauf, dass euere Bartidame leichten Zugang zu einem Liegeast hat, welcher durch die Wärmelampe erwärmt ist. In diesem Bereich ist eine Temperatur von 40 Grad okay.

Ihr werdet sehen, dass Sie sich jetzt vermehrt in den wärmeren Bereich des Terrariums aufhalten wird.

Aber bitte jetzt nicht das ganze Terrarium beheizen, denn sie braucht natürlich wie sonst auch auch noch kühlere Ecken.

p.S ich drehe gar nichts an den Temperaturen herum, denn bei mir gibt es verschiedene Temperaturgradienten im Terrarium.

Seid bitte während der Trächtigkeit euerer Bartidame sehr vorsichtig beim Herausnehmen und im Umgang mit dem Weibchen. wenn meine Bartidame anfängt zu buddeln kümmere ich mich täglich ums frisches Essen und Wasser, ansonsten lasse ich sie in Ruhe, damit ich sie nicht stresse.

Die Eier stellen einen großen Teil ihres Körpervolumens.Greifen Sie ihre Bartidame wenn sie sie Aufheben und halten unter die Schulter und Hüfte, aber niemals am Bauch!!!

Mit fortschreitender Trächtigkeit vergrößert sich dieser, und es erscheinen Beulen. Daran könnt ihr die Form der sich entwickelnden Eier am Bauch erkennen.Die zahlreichen Eier sind sehr raumfüllend und schränken die Tiere zum Ende der Trächtigkeit sogar in der Atmung ein, weshalb hochträchtige Agamen zur Unterstützung der Atmung oft mit erhobenem Oberkörper dasitzen.

Wenige Tage (meist 3-4 Tage) vor der Eiablage stellen viele Bartidamen die Nahrungsaufnahme ein und wirken sehr unruhig

Meine Bartidame läuft z.B. viel umher und kratzt des öfteren an der Terrariumscheibe.

 

( Meine Bartidame Paulchen-W 02.März 2008 --nicht mehr lange bis zur Eiablage :) )

 

 

 

Eiablage ( Oviposition), bzw. Nestbau :)

 

Auf der Suche nach einem geeignetem Eiablageplatz durchstreift das Bartiweibchen ihr Terrarium, nimmt einige Probegrabungen vor und versucht gelegentlich aus dem Terrarium auszubrechen.Wer keinen ausreichend hohen Bodengrund hat , muss diesen jetzt einfüllen! 20 cm ist das Minimum, damit die Bartidame die Möglichkeit hat ihre "Höhlen" zu graben.Bei 20 cm hohen Sand können sie zwar keine Eiablagehöhle graben, aber wenn die Feuchtigkeit und die Temperatur dem Weibchen angemessen erscheinen , wird es bis zum Boden graben und dort die Eier ablegen.

An den Eiablageplatz stellen die meisten Bartimädels große Ansprüche: er muss mäßig feucht, aber nicht nass sein und die geeigneten Temperaturen (ca.25-30°C) vorweisen, sowei aus einem grabfähigen Substrat bestehen, das bei den Grabetätigkeiten weder nachrutscht noch zusammenbrechen kann . ( ich habe eine kleine Sprühflasche, womit ich ab und zu den Sand besprühe, damit er nicht stark verrutscht, aber so vorsichtig, dass ich meine Bartidame nicht störe.)

FEHLER/VORSICHT:Eine Heizmatte unter der Eiablagestelle führt zu einer unnatürlichen Aufheizung der unteren Schichten und kann bei dem grabenden Weibchen zur EINSTELLUNG der Grabeaktivität führen! Bei doch erfolgter Eiablage können die Eier austrocknen oder regelrecht verbacken werden!

Hat das Weibchen eine geeignete Eiablagestelle gefunden, gräbt es mit den Vorderbeinen und schiebt das geförderte Material mit den Hinterbeinen weg.

( Erste Probegrabungen meiner Bartidame :) )

 

Man muss zu dieser Zeit versuchen, das häusliche Leben ruhig zu gestalten.Sind die Dinge um die Echse herum zu hektisch, wird sie sich eventuell nicht genug entspannen, um die Eier zu legen (Achtung: Legenot Gefahr!)

 

Eiablage

 

Die Eiablage der Eier ( Oviposition) erfolgt bei jedem Weibchen unterschiedlich, jedoch immer, wenn das Weibchen bereit dazu und zufrieden ist mit der Umgebung!

Jedes Bartagamen weibchen legtseine Eier gemäß der eigenen inneren Uhr.Manche bringen in relativ kurzer Zeit viele Eier hervor, während andere sehr langsam und methodisch vorgehen.Solange die Eier abgelegt werden und das Tier weder blockiert noch abgelenkt scheint , lasst es einfach alleine und den Dingen ihren natürlichen Lauf.

Das erste Gelege einer jungen Bartagame besteht vielleicht nur aus sechs bis zehn Eiern,obwohl der Durchschnitt für wohlgenährte, geunde Weibchen bei 20 zu liegen scheint ( mein Paulchen hat beim ersten Gelege 24 Eier gelegt).Ein großes,gesundes,ausgewachsenes und reifes Weibchen legt dagegen 30-40 Eier.

Wenn das Weibchen die Eier abgelegt hat, gräbt es die Höhle mit den Hinterbeinen wieder zu, stößt mit der Schnauze den Boden fest und glättet unter Zuhilfenahme des Schwanzes die Eiablagestelle,bis die Stelle nahezu nicht mehr vom Umfeld zu unterscheiden ist.Das Weibchen hält sich dann noch eine Weile in der Nähe der Eier auf. Eine weitere Brutfürsorge findet nicht statt.( Siehe Punkt Inkubation der gelegten Eier im unteren Abschnitt )Nach frühestens 3-4 Wochen danach können die weibchen weitere Gelege ablegen.Während einjährige Weibchen oft nur ein kleines Gelege absetzen, können 2-3 jährige Tiere bis zu 7 Gelege pro Saison produzieren. Mit Erreichen des 5. Lebensjahres reduziert sich die Gelegegröße und Legehäufigkeit, bis die Fortpflanzungsaktivitäten schließlich ganz eingestellt werden.

ACHTUNG Gefahr der LEGENOT -----Was Tun?? :

Stellt euer/dein Tier plötzlich die Ablage ein, scheint jedoch noch Eier zu tagen, sucht bitte sofort eueren bzw. einen Reptilienkundigen Tierarzt auf.Eventuell handelt es sich um ein Ei, das nicht durch den Eileiter passt, oder das Weibchen ist vielleicht zu schwach, um fortzufahren.Der Tierarzt wird vermutlich eine Röntgenaufnahme machen, um festzustellen, ob sich noch Eier im Körper befinden, und wenn dem so ist, in welchem Zustand sie sich befinden.Eventuell wird er eine Operation empfehlen, um das festsitzende Ei zu entfernen, oder gibt Oxytocin, um das Weibchen zum Ablegen anzuregen.

Die Ursache für eine Legenot sind oftmals fehlende oder ungeeignete Eiablageplätze; es kommen aber auch störende Terrarienmitbewohner, Erschöpfungszustände,Mangelerscheinungen (zB. Vitamin -oder Calziummangel) und zehrende Allgemeinerkrankungen des Weibchens in Betracht.Seltener können übergroße Gelege( Superfekundatio) und Eianomalien ( Übergröße,Missgestaltung) ursächlich eine Rolle spielen.( Ich zB.trenne die beiden Weibchen wenn Paulchen anfängt zu buddeln, damit alles ohne Stress abläuft)

Eier und Inkubation

Obwohl das Weibchen die Eier legt, hat es nichts mit der Inkubation zu tun.Genauso wenig möchte es etwas mit den Babys zu tun haben. Also ratet mal wer dann babysittet :) ?

 

Entnahme der gelegten Eier

 

 

 

Quelle von: teils eigenen Erfahrungen,teils von den Büchern:Bartagamen(G.Köhler,K.Grießhammer,N.Schuster)und Leben mit Bartagamen ( Liz  Palinka)

Fotos: Meine Bartidame Paulchen-W