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Verhalten von Bartagamen
Verhalten 
Die meiste Zeit sitzen Paulchen und Snoopy im Terrarium und beobachten ihre Umgebung.Sie klettern gerne und zeigen noch viele weitere Verhaltensweisen, wie ich sie Euch jetzt beschreiben werde :
Verglichen mit vielen anderen Echsen, haben Bartagamen ein sehr breites Verhaltensrepertoire.Unter terrarienbedingungen entfalten sie dies aber nur dann vollständig, wenn sie unter guten Bedingungen ( Platz, Licht, Klima) und in einer kleinen Gruppe von Artgenossen gehalten werden. Bartagamen sind ausgesprochen visuell orientiert, was durch eine Vielzahl von Verhaltensweisen zum Ausdruck kommt.Sie können Artgenossen, Beute und Fressfeinde über große Distanz ausmachen.Aufmerksame Bartagamen nehmen oft eine Körperhaltung ein,bei der der Schwanz nach oben gebogen ist, so dass die Spitze in die Luft ragt.Auch der Kopf ist dann angehoben.Damit signalisieren sie, dass sie aktiv und wachsam sind.Bartagamen prüfen häufig mit ihrer fleischigen Zunge ihre Umgebung, wobei vor allem neue Gegenstände, Futter und auch Artgenossen beleckt werden.Die durch das Züngeln an ihr haften gebliebenen Duftstoffe werden beim Zurückziehen der Zunge zu dem im vorderen Munddach befindlichen Jacobsonschen Organ befördert und dort wahrgenommen.
Kommunikation
Bartagamen geben außer seltenem Fauchen keine Geräusche von sich, und das unbewegliche Gesicht verhindert jegliche Mimik. Bei der innerartlichen Verständigung spielt die Körpersprache ( Kopfnicken, Armwinken, Maulaufreißen,Schwanzanheben etc.) eine wesentliche Rolle.
Kopfnicken: Es gibt zwei Varianten von diesem Nicken:
* Schnelles heftiges Nicken: Unsere Bartis, beider Geschlechter,nicken, wenn sie einander beeindrucken wollen.man sieht dies aber häufiger bei dem männchen( Snoopy). Es ist Bestandteil von Kämpfen und des Balzverhaltens. Die Wirkung kann durch Schwarzfärben des Bartes unterstützt werden.
* Langsames, leicht federndes Nicken: Wird meist von weibchen gezwigt, wenn sie zur Paarung bereit sind, aber auch von kleineren Männchen. Man deutet dieses Verhalten als Zeichen von Unterwürfigkeit.
Winken mit den Vorderbeinen
Damit beanworten sie das Nicken eines Artgenossen.Begegnung mit Ranghöheren ( kleinere Bartis winken gegenüber grösseren).Hemmung der Angriffsbereitschaft/ Beschwichtigung. ( Ich möchte keinen Streit...)
offenes Maul
Dies dient einerseits zur Abkühlung, da die Tiere nicht schwitzen können.Sie müssen dann in einen kühleren Bereich.Andererseits macht unser Paulchen im Sommer draussen das Maul auf und entspannt in der Sonne, nimmt also wärme auf, wenn es ihr zu warm wird, geht sie natürlich in den kühleren Bereich.
Umfärben, Bartspreizen, Maulöffnen,Schwanzschlagen,Zubeißen
Bedrohung - Verteidigung- Feindabwehr
Drohverhalten
In die Enge getrieben, beginnen die Bartagamen , das ganze Repertoire ihres Imponiergehabes zu zeigen. Sie richten den "Bart" auf, das Maul mit kräftig gefärbten Schleimhäuten wird drohend geöffnet und dabei gefaucht, der Rumpf wird abgeflacht und schräg gestellt, die Stachelschuppen werden präsentiert und mit dem Schwanz geschlagen. Manchmal wird der "Feind" sogar angesprungen und gebissen.
Augen aufblähen
Bartagamen können ihre Augenlider aufblähen und sehen dann aus wie kleine Frösche.So reinigen sie ihre Augen.Das sieht zwar schrecklich aus, ist aber für die Tiere offensichtlich ungefährlich.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzungszeit geht von September bis März. Ein typisches Balzritual ist das "Winken". Das Männchen hebt eines seiner Beine zum Weibchen und dreht es, was einem Winken ähnelt. Wenn zwei Männchen um ein Weibchen buhlen, beginnen sie, sich gegenseitig zu bedrohen: Beide stellen ihren Bart auf. Dem schwächeren genügt oft die Drohgebärde, um sich in Demutsstellung zu begeben oder zu fliehen. Selten kommt es zu einem Kampf. Wenn die Werbung erfolgreich war, erfolgt die Paarung wie folgend: Das Männchen setzt zu einem Biss in den Nacken des Weibchens an, um es in die Paarungsstellung zu bringen. Dann presst es seine Kloake an ihre. Dieses Ritual dauert 2 bis 30 Minuten. Nach der für gewöhnlich fünf- bis sechswöchigen Trächtigkeit hebt es eine Grube aus. In diese werden je nach Art und Größe des Weibchens 2-40 Eier gelegt. Später schlüpfen nach einer Dauer, die von der Bartagamenart abhängt, Jungtiere mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 50 mm.
Balzverhalten
Neben dem Dominanzverhalten, wird auch das Balzverhalten mit einem Nicken eingeläutet. In Verbindung mit einer Schwarzfärbung des Bartes ist das für das Weibchen ein Zeichen der Paarungsbereitschaft. Das Weibchen senkt dann ihren Körper ab und hebt den Schwanz. Dann legt sich das Männchen nach dem Nackenbiss unter das Weibchen und beginnt mit dem Paarungsakt. Der Paarungsakt dauert meist nicht länger als 2 Minuten
Schlafen
Zum Schlafen suchen sich die Bartagame einen Ort an dem sie sich zurückziehen können. Dabei graben sie sich gerne eine Mulde oder schlafen in gemütlicher Position auf einem Ast. Manchmal ist auch zu beobachten, dass die Bartagame im Hängen an der Wand schlafen.
(teils Quelle von d. Buch Bartagamen Köhler,Grießhammer,Schuster)
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